Vielversprechender Durchbruch in der Medizin durch neue Möglichkeiten, beschädigtes menschliches Gewebe zu ersetzen

In der Umsetzung   Vom 01/04/2024 bis zum 31/03/2027

ALBUCOL

Vielversprechender Durchbruch in der Medizin durch neue Möglichkeiten, beschädigtes menschliches Gewebe zu ersetzen

Forschung, Innovation, Technologietransfer 
499 815.07 € aus EU-Mitteln
Für ein Gesamtbudget von 1 746 411.84 €

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Projektziele

Die Reparatur von Knochen- und Knorpelgewebe stellt weiterhin eine Herausforderung dar. Die derzeit verwendeten Materialien sind oft nicht stabil genug, unterliegen Qualitätsschwankungen oder sind schwer herzustellen. Für bestimmte Fälle, etwa nach einer Tracheotomie (Öffnung der Luftröhre zur Atmung) oder bei Fehlbildungen der Hand wie der Symbrachydaktylie (verkürzte oder fehlende Finger), existiert bislang keine geeignete Lösung.

Das Projekt „ALBUCOL“ entwickelt 100 % natürliche Biomaterialien aus zwei im menschlichen Körper vorkommenden Proteinen: Albumin und Kollagen. Diese dienen als Gerüst für die Geweberekonstruktion.

Die Wechselwirkungen von neu entwickelten Kombinationen mit Zellen sowie ihre Fähigkeit zur Bildung von Knorpel oder Knochen werden untersucht. Ziel sind implantierbare Biomaterialien, die sich allmählich zugunsten von funktionellem Gewebe abbauen lassen und medizinische sowie industrielle Anwendungen ermöglichen.

 

Zwischenstand

„ALBUCOL“ ist es im Anschluss an diese ersten Arbeitsphasen gelungen, die Entwicklung proteinhaltiger Biomaterialien auf Basis einer Kombination aus Albumin und Kollagen voranzutreiben.

Es werden mehrere Hybridmatrizen produziert und getestet, die in vitro auf ihre Biokompatibilität, ihre immunologische Reaktion und ihre Fähigkeit zur Differenzierung in Knorpel- und Knochengewebe untersucht werden. Abbauversuche zeigen eine fortschreitende Resorption zugunsten von funktionellem Neugewebe. Parallel dazu ermöglichen In-vivo-Studien die Identifizierung der robustesten Formulierungen. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit verbindet Produktion, Analysen und klinisches Fachwissen in Kooperation mit Industriepartnern.

Die laufenden Arbeiten konzentrieren sich auf die Konsolidierung der In-vivo-Ergebnisse und die Vorbereitung präklinischer Studien an Tiermodellen, im Hinblick auf den Transfer zu Implantaten für die Gewebereparatur.

 

Letzte Aktualisierung am 06/05/2026

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